Pressearbeit und Suchmaschinenoptimierung werden oft in einem Atemzug genannt, meist von jemandem, der Verlinkungen verkaufen will. Was eine Pressemitteilung für die Sichtbarkeit tatsächlich leistet — und was nicht.
Was ein Verweis aus einer Pressemitteilung wert ist
Ein Link aus einem redaktionellen Beitrag ist ein Signal: Diese Seite hielt Ihr Unternehmen für erwähnenswert. Wie stark das Signal ist, hängt an drei Dingen — an der Autorität der verweisenden Seite, an der thematischen Nähe zu Ihrem Angebot, und daran, ob der Beitrag wie ein Beitrag aussieht oder wie eine Anzeige.
Das dritte ist das, was am häufigsten schiefgeht. Ein Text mit fünf Verweisen auf dieselbe Firma, der auf zwanzig Portalen wortgleich steht, wird als das erkannt, was er ist. Er nützt nicht, er fällt auf.
Die drei Regeln, an denen es sich entscheidet
Ein Link je Beitrag
Genau einer. Er steht an der Stelle, an der ein Leser ohnehin weiterlesen wollen würde, und er trägt einen Linktext, der beschreibt, was ihn dort erwartet. Die nackte Adresse als Linktext ist das sicherste Erkennungszeichen für gekaufte Platzierung.
Ein eigener Text je Portal
Dieselbe Meldung an zwanzig Stellen ist zwanzigmal derselbe Text. Suchmaschinen entscheiden dann, welche der zwanzig Fassungen sie zeigen — und das ist selten Ihre. Ein Beitrag, der für sein Portal geschrieben wurde, steht für sich.
Verteilt statt auf einmal
Acht Beiträge über dieselbe Firma, die innerhalb einer Stunde auf acht Portalen erscheinen, sind ein Muster. Über mehrere Tage verteilt sehen dieselben acht Beiträge aus wie das, was sie sein sollen: Berichterstattung.
Was Pressearbeit nicht leistet
Sie ersetzt keine Inhalte auf der eigenen Seite. Wer für ein hart umkämpftes Suchwort ranken will, kommt um eine gute Seite zu diesem Thema nicht herum — eine Pressemitteilung stützt, sie trägt nicht.
Und sie wirkt nicht über Nacht. Ein Beitrag wird indexiert, gewichtet, in Beziehung zu anderen gesetzt. Wer nach zwei Wochen keine Bewegung sieht, hat nichts falsch gemacht.
Wie wir es handhaben
Bei der Portal-Veröffentlichung ist jede dieser Regeln eingebaut, nicht empfohlen: Für jedes Portal entsteht ein eigener Artikel. In jedem steht genau ein Link, mit dem Linktext, den Sie festlegen. Ab drei Portalen wird die Veröffentlichung standardmäßig über mehrere Tage verteilt. Und jedes Portal nimmt pro Website genau einen Link an — mehr geht technisch nicht, auch wenn Sie es wollten.
Häufige Fragen
Sind das „gekaufte Links"?
Sie bezahlen für die Erstellung und Platzierung eines redaktionellen Beitrags, wie bei jeder Form von Pressearbeit. Was ihn von einer Anzeige unterscheidet, ist der Inhalt: ein Text, der ohne den Link funktionieren würde.
Sollte der Link „nofollow" tragen?
Das entscheidet das jeweilige Portal nach seinen eigenen Regeln, nicht wir und nicht Sie.
Wie viele Veröffentlichungen brauche ich?
Regelmäßig wenige schlagen einmal viele. Vier Meldungen im Jahr mit jeweils passender Streuung wirken nachhaltiger als eine einzige Aktion mit hundert Platzierungen.
Pressemitteilung schreiben — kostenlos, Portale optional.