Wie schreibt man eine Pressemitteilung?

Eine Pressemitteilung schreiben – gewusst wie!
Aufbau
Eine Pressemitteilung besteht aus verschiedenen Teilen, in denen das Thema oder die Nachricht dargestellt wird.

Wichtig ist zunächst eine griffige Schlagzeile, die den Blick des Lesers fängt. In einer Unterschlagzeile werden erläuternde aber knappe Informationen gegeben. Es folgt der sogenannte „Lead“, eine Kurzzusammenfassung des Inhaltes. Erst danach beginnt der eigentliche Text, der sogenannte Brottext. Hier finden sich die detaillierten Informationen der Pressemeldung.

Indem man sich Gedanken über diese Struktur macht, filtert man schon wesentliche Aspekte des Themas heraus. Nun muss es in einen Text verpackt werden.

Inhalt
Die wichtigsten Inhalte einer Pressemitteilung stehen grundsätzlich am Anfang des Textes, da von hinten gekürzt wird bzw. der Leser eventuell nicht bis zum Ende liest. Vor allem die sieben W-Fragen müssen im ersten Absatz der Pressemeldung beantwortet werden: WAS ist WANN WO und WARUM geschehen und WER hat es WIE und mit WELCHEM HINTERGRUND gemacht? So ist das wesentliche Thema schnell erfassbar. Ein Leser ist so bereits in kurzer Zeit über die wichtigen Inhalte informiert und erhält eine Zusammenfassung.

Anschließend werden nähere Umstände des Geschehens oder Einzelheiten beschrieben. Dann stellt man die Vorgeschichte des Themas dar, bevor weitere Details erwähnt werden. Soweit es möglich ist, sollte ein Pressetext außerdem Hintergrundinformationen enthalten. Lebhafter wird eine Pressemitteilung auch durch Zitate und Fotomaterial.

Nachrichtendreieck
Diese Art der Informationsgestaltung wird auch „Nachrichtendreieck“ genannt und ist in Pressemitteilungen üblich. Das Dreieck steht dabei auf einer Spitze, oben befindet sich die breite Fläche. Es zeigt, dass nach einem breiten und umfassenden Einstieg die näheren Umstände dargelegt werden. Erst dann folgen Einzelheiten und die Vorgeschichte, bevor das Thema in immer mehr Details zugespitzt wird.

Seriösität
Bei der Darstellung sollte deutlich gemacht werden, was das Besondere am Thema der Pressemeldung ist. Dabei dürfen nur seriöse und sachlich richtige Informationen gegeben werden. Bei Pressemitteilungen für regionale Medien ist ein lokaler Bezug zum Thema wichtig. Wenn man dies beachtet, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass die Mitteilung aufgegriffen wird.

Sprachliche Gestaltung
Pressemeldungen werden im Aktiv geschrieben, um den Text lebendig zu halten. Die Satzlänge sollte nach Möglichkeit 13 Worte nicht übersteigen, um leicht verständlich zu sein. Ab 25 Worten aufwärts sind Sätze nicht mehr gut lesbar.

Es ist wichtig, Übertreibungen, Superlative, langatmige Einleitungen sowie Vermutungen und Werbung zu vermeiden. Auch Abkürzungen gehören nicht in eine Pressemeldung. Fachwörter sollten in Pressemitteilungen immer übersetzt werden.

Wenn eine Person genannt wird, nennt man ihren vollen Vor- und Zunamen, sowie ihren Titel und die Funktion. So kann der Leser die Informationen im Thema besser zuordnen.

Überprüfung
Wenn die Pressemeldung fertig ist, liest man sie am Besten noch einmal durch. Dabei stellt man sich vor, dass man vom Inhalt nichts weiß. Hat man nach dem ersten Absatz das Gefühl, bereits kurz und gut informiert zu sein, sind die sieben W-Fragen vermutlich beantwortet. Dann kontrolliert man die letzten Absätze: wenn man sie streichen kann und das Thema trotzdem noch zu verstehen ist, hat man oben keine wichtigen Informationen vergessen, sondern nur ergänzt. Und hat es auch noch Spaß gemacht, den eigenen Text zu lesen, ist die lebendige Pressemitteilung gelungen.